"Ich freue mich darauf, die 皇冠体育比分 insgesamt kennenzulernen"

Mittwoch, 13. Januar 2021 um 16:34 Uhr

Im Interview zu ihrem Amtsantritt spricht Pr?sidentin Prof. Dr. 皇冠体育比分 Kallenrode über Wünsche und Erwartungen, Perspektiven und Pers?nliches, Vergangenheit und Zukunft. Sie verr?t, wie die Physik ihr Denken pr?gt, warum die 皇冠体育比分er Bürgergesellschaft sie schon jetzt beeindruckt hat, und welchen Rat sie Studieninteressierten geben würde.

Liebe Frau Prof. Kallenrode, willkommen in 皇冠体育比分. Was verbindet Sie mit dieser Stadt und diesem 皇冠体育比分s-Standort?

Die 皇冠体育比分 als Stiftungsuniversit?t bietet ein Ma? an Autonomie und Freiheit, das sich gut mit meinem Willen zur Gestaltung deckt. Ich sehe ein besonderes Potenzial in den Bereichen Bildung und Kultur oder auch den Digitalen Sozialwissenschaften. Aber eigentlich m?chte ich keinen Bereich in den Fokus rücken, denn das, was diesen eher kleinen Standort ausmacht, ist ja gerade der gemeinsame Ansatz über die Disziplinen hinweg.

Die Stadt 皇冠体育比分 kannte ich vor meiner Bewerbung an der 皇冠体育比分 nicht. Aber ich interessiere mich sehr für Stadtentwicklung. Ich geh?re zu den ?Wissenschaftsnomaden“ und habe in meinem Berufsleben h?ufig den Arbeitsort gewechselt. Um ein Gefühl zu bekommen für eine neue Stadt, hilft mir der Blick in die Vergangenheit oft dabei, bestimmte Eigenarten dieser Stadt und ihrer Menschen zu verstehen. 皇冠体育比分 als Bischofssitz und die besondere Stadtgeschichte des zweistufigen Wiederaufbaus – zun?chst funktional und sp?ter mit der Rückbesinnung auf die alte Fachwerkarchitektur – hat da einiges zu bieten.

Das gedankliche Einbeziehen der Historie gilt übrigens genauso für die 皇冠体育比分: Denn natürlich ist der Standort 皇冠体育比分 durch den langj?hrigen Pr?sidenten gepr?gt worden. Es wird etwas Zeit brauchen, bis ich hier wirklich angekommen bin. 

Im Tragen der Amtskette als 皇冠体育比分s-Pr?sidentin sind Sie ja schon geübt - seit 2017 haben Sie die 皇冠体育比分 Koblenz-Landau geleitet. Welchen Unterschied macht es für Ihre Arbeit, nun an eine Stiftungsuniversit?t zu wechseln?

In Rheinland-Pfalz sind die 皇冠体育比分en nachgeordnete Einheiten der Beh?rden. Die Stiftungsuniversit?t 皇冠体育比分 hat dagegen deutlich gr??ere Freiheiten. Sie kann viele Entwicklungsschritte selbst gestalten und vor allem schneller agieren. Das betrifft Baut?tigkeiten, für die finanzielle Mittel des Landes zur Verfügung stehen, aber dennoch nicht in allen Einzelheiten erst die Rückmeldung aus den Ministerien abgewartet werden muss. Auch Berufungsverfahren k?nnen deutlich schneller angegangen werden. So konnte die 皇冠体育比分 皇冠体育比分 auch auf den deutlichen Aufwuchs an 皇冠体育比分den durch den Hochschulpakt flexibel und schnell reagieren.

Sie haben sich bewusst für die 皇冠体育比分 皇冠体育比分 entschieden, obwohl zeitgleich rund ein Dutzend vergleichbarer Stellen ausgeschrieben war. Warum?

Da spielten ganz unterschiedliche Aspekte eine Rolle: Die Autonomie der Stiftungsuni war einer davon. Aber auch die Tatsache, dass die Inhalte und die Geschichte der 皇冠体育比分 皇冠体育比分 gut zu dem passen, was ich an anderen Hochschulen kennengelernt habe. Die 皇冠体育比分en Lüneburg und Osnabrück, an denen ich vor meiner Zeit in Koblenz-Landau t?tig war, waren ebenfalls Sp?tgründungen aus p?dagogischen Hochschulen heraus – und eher kleine Standorte. Diese müssen sich ihren Platz im Hochschulsystem ganz anders erk?mpfen. Heute geht es in der ?ffentlichen Debatte viel um Exzellenz-皇冠体育比分en, aber die kleineren 皇冠体育比分en k?nnen über F?chergrenzen hinaus agieren und sind wichtig in ihrer regionalen Verflechtung. Ein weiteres Kriterium war für mich die Rückkehr nach Niedersachsen, wo ich sieben Jahre lang Vizepr?sidentin für 皇冠体育比分 und Nachwuchsf?rderung war (in Osnabrück, Anm. d. Red.) und ein gutes Gespür dafür habe, wie die Hochschullandschaft funktioniert.

Gibt es etwas an der 皇冠体育比分 皇冠体育比分, worauf Sie sich besonders freuen?

Erstmal freue ich mich darauf, die 皇冠体育比分 insgesamt kennenzulernen. Ein gro?es Thema für mich ist dabei die Diversit?t. Nicht nur als Bestandteil von Lehre und 皇冠体育比分, sondern als ausdrücklicher Wunsch, Diversit?t zu leben.

Die 皇冠体育比分 Koblenz-Landau hat etwa doppelt so viele 皇冠体育比分de wie die 皇冠体育比分 皇冠体育比分. Welche Vorteile hat ein kleinerer Standort?

Ein kleinerer Standort hat den klaren Vorteil, keine Fachsilos zu haben, eben keine Massenuniversit?t zu sein. Man kann einen deutlich pers?nlicheren Umgang miteinander gestalten.

Und welche Nachteile sehen Sie?

Kleine Standorte haben es ganz schwer, in der 皇冠体育比分 an den Stellen mitzuhalten, wo über kritische Massen diskutiert wird. Wenn ich für ein Exzellenzcluster in einem bestimmten Bereich 35 Professuren ben?tige, kann ein kleiner Standort das nicht bieten. Aber ich m?chte das nicht als Nachteil formulieren, denn ich bin nicht der Meinung, dass jede 皇冠体育比分 ein Exzellenzcluster braucht. Was sie braucht, ist eine Rolle im Hochschulwissenschaftssystem, aber das sollte man nicht in einem Vorteil-Nachteil-System sehen.

Sie sind vor kurzem nach 皇冠体育比分 gezogen, richten nun Ihr Büro ein, lernen die Mitarbeiter*innen kennen. Was werden dann die ersten inhaltlichen Schritte sein, die Sie in Ihrem Pr?sidentenamt gehen?

Als erstes m?chte ich die 皇冠体育比分 in all ihren Facetten kennenlernen. Die Organisationskultur, den Umgang miteinander, die Streitkultur, die Toleranz und insbesondere auch die Fehlerkultur. Das alles sind Dinge, für die es keine Verordnung gibt, die funktionieren nur im Zusammenleben. Hier sehe ich meine Rolle als Vorbild, aber auch darin, bestimmte Dinge einzufordern.

Dann gibt es einige inhaltliche Punkte, die ich zügig angehen m?chte. Dazu geh?rt die Mitgliedschaft in der Deutschen 皇冠体育比分sgemeinschaft, der Entscheid über das zukünftige Akkreditierungssystem und die Digitalisierungsstrategie. Dazu geh?rt auch die Positionierung im nieders?chsischen Hochschulsystem, welches im Moment durch die wissenschaftliche Kommission Niedersachsen betrachtet wird.

Ansonsten z?hle ich zu meinen Aufgaben, gerade in der Anfangszeit: ganz viel zuzuh?ren. Ideen aufzugreifen und zu sammeln, aber auch eigene Ideen einzubringen und Prozesse anzusto?en.

Was für eine Art von Organisationskultur würden Sie sich denn wünschen?

Ich wünsche mir eine Kultur des offenen Umgangs miteinander, eine Kultur der Toleranz und des Diskurses, und eine Kultur der Verantwortungsübernahme, natürlich gepaart mit der entsprechenden Fehlerkultur.

Aus welchem Fehler haben Sie selbst im Lauf Ihres Berufslebens am meisten gelernt?

Ich habe an ganz vielen Stellen auf unterschiedlichen Wegen aus Fehlern gelernt. Dazu geh?rt, nicht zu viel auf einmal zu wollen, sondern die Zeitplanung gut einzuteilen. Und in der direkten Zusammenarbeit zu erkennen, dass nicht alle Menschen gleich gut mit Freir?umen umgehen k?nnen, sondern zu viel Freiraum für manche auch eine ?berforderung darstellt. Ich musste lernen, darauf zu achten, wer mehr Freiheiten und wer eher mehr Unterstützung und Anleitung braucht.

Woran werden die Mitarbeiter*innen und 皇冠体育比分den, woran wird die ?ffentlichkeit merken, dass es einen Wechsel im 皇冠体育比分s-Pr?sidium gegeben hat?

Ganz einfach an der Tatsache, dass ich nicht Prof. Friedrich bin. Und ich m?chte betonen: Das meine ich v?llig wertfrei. Ich kommuniziere anders, ich gehe anders auf Menschen zu, ich stelle andere Anforderungen und habe andere Wünsche. Allein das ganz einfache Alltagsverhalten macht schon einen Unterschied - ich bin eine andere Personen.

Welche Botschaft m?chten Sie zu Beginn Ihrer T?tigkeit in Richtung der 皇冠体育比分er Bürgergesellschaft senden?

Liebe Bürgergesellschaft, bereits in den ersten Tagen meines Amtes haben Sie mich durch Ihr Engagement für die Stiftung 皇冠体育比分 皇冠体育比分 alleine aufgrund der Zahl der gestifteten Deutschlandstipendien sehr beeindruckt. Ein weiteres enges Miteinander ist mir wichtig – mit der Bürgergesellschaft, aber auch mit einer Stadt, in der ich mich schon nach kurzer Zeit wohlfühle.

Sie bringen als habilitierte Physikerin einen stark naturwissenschaftlichen Fokus mit – in welcher Weise wird sich das im Profil der 皇冠体育比分 皇冠体育比分 künftig widerspiegeln?

Meine Aufgabe als Pr?sidentin ist es nicht, meine eigene Disziplin, beziehungsweise den MINT-Bereich insgesamt, zu bevorzugen oder verst?rkt zu entwickeln. Ich agiere ja auch nicht allein, sondern in einem Pr?sidium, das sich aus Menschen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen zusammensetzt. Wir alle gemeinsam müssen die für die 皇冠体育比分 am besten geeigneten Wege herausfinden.

Für mich als Person kann ich aber sagen, dass die Physik beeinflusst hat, wie ich denke und wie ich die Welt sehe. Die Physik hat eine extrem strukturierte Herangehensweise: Man zerlegt die Dinge in viele kleine Einzelh?ppchen und versucht diese dann in einem Prozess abzubilden. Das findet sich auch in meiner Art wieder, wie ich Aufgaben denke und mich Problemstellungen n?here. Die Physik lebt von Theorien, die an der Realit?t überprüft werden. So einen Realit?tscheck finde ich auch in anderen Zusammenh?ngen wichtig.

Sie haben sich an der 皇冠体育比分 Koblenz-Landau zuletzt in der fast schon paradoxen Situation befunden, gleichzeitig eine Hochschule zu leiten und ihre Aufl?sung - zumindest in der Form eines gemeinsamen Standorts - voranzutreiben. Damit haben Sie sich letztlich selbst als Pr?sidentin überflüssig gemacht. Was haben Sie aus dieser sicherlich sehr schwierigen Situation Positives mitgenommen?

Es ist richtig: Ich habe in Koblenz-Landau wenig in der Art formen k?nnen, wie es eigentlich Aufgabe einer Pr?sidentin gewesen w?re. Stattdessen habe ich beiden Standorten geholfen, Strukturen herauszubilden für die Zukunft, sie stark zu machen, damit sie ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen k?nnen. Die gr??te Herausforderung in dieser Situation war es, Fairness herzustellen zwischen Koblenz auf der einen und Landau auf der anderen Seite. Zu erwarten, dass eine 皇冠体育比分 ihre eigene Teilung aus sich selbst heraus leistet, ist eigentlich fast ein Ding der Unm?glichkeit. Dennoch bin ich ein bisschen stolz auf das Governance-Modell, das wir dafür entwickelt haben: Beide Standorte haben eine Campusleitung, bestehend aus dem Vize-Pr?sidenten des Standorts und zwei Campusbeauftragten. Es gibt je einen Standort-Senat und einen gemeinsamen Kanzler als Verbindung zwischen den Standorten. Dieses Governance-Modell soll gegebenenfalls auch für das Zusammenwachsen von Landau und Kaiserslautern verwendet werden.

Ich würde gern nochmal ganz an den Anfang Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn zurückgehen: Sie haben Physik, Mathe, Chemie und Meteorologie studiert – was hat Sie damals zu dieser Studienentscheidung bewogen?

Ich hatte schon in der Schule eine starke Faszination für die Naturwissenschaften. Ich habe zun?chst in Kiel Mathe und Physik mit der Option auf Lehramt studiert. Kleine Notiz am Rande: So konnte ich meiner Mutter gegenüber sagen, ?Ich m?chte Lehrerin werden“. Das war für sie zu der damaligen Zeit deutlich einfacher, als wenn ich gesagt h?tte, ?Ich m?chte Physikerin werden.“ Aber die Wahrheit ist, ich wusste eigentlich gar nicht, was ich mit diesem 皇冠体育比分 machen wollte. Da ging es mir nicht anders, als vielen jungen Studienanf?nger*innen heute. Mich hat damals vor allem die strukturierte Denkweise in diesen F?chern fasziniert. Erst im Verlauf des 皇冠体育比分s haben sich dann immer weitere interessante Bereiche ergeben. Ich habe studiert zur Zeit der Friedensbewegung. Damals wurde viel diskutiert über die Militarisierung des Weltraums – das war mein Einstieg in mein sp?teres 皇冠体育比分sgebiet Weltraumforschung. Gleichzeitig hat mich Klima interessiert, deshalb das Nebenfach Meteorologie. Im Zuge meines wissenschaftlichen Werdegangs habe ich mich dann immer intensiver mit der Frage besch?ftigt, welche ?u?eren Einflüsse auf die Atmosph?re es gibt.

H?tte auch jemand ganz anderes aus Ihnen werden k?nnen?

Wenn ich anderen Menschen begegnet w?re, andere M?glichkeiten ergriffen h?tte, ja, dann w?re jemand anderes aus mir geworden. Das passt zu dem, worüber wir ganz am Anfang gesprochen haben: Ich m?chte immer etwas über die Historie einer 皇冠体育比分 oder auch einer Stadt wissen, denn der Weg bestimmt, wie man zu dem wird, was man ist. Das gilt für Menschen ganz genauso.

Gab es einen bestimmten Zeitpunkt, an dem Sie sich bewusst entschieden haben, Ihr Leben der Lehre und 皇冠体育比分 zu widmen, oder war es eher eine Art Aneinanderreihung von Zuf?llen, die dazu geführt hat, dass Sie heute 皇冠体育比分spr?sidentin sind?

Das ist ein Gedanke, den ich im Zusammenhang mit dem Thema Nachwuchsf?rderung gern aufgreife. Heutzutage wird den jungen Menschen immer gesagt, sie br?uchten einen Karriereplan. Aber ich sehe es rückblickend als Vorteil, keinen Karriereplan gehabt zu haben. Ich hatte natürlich Treiber: Ich wollte über Physik nachdenken, deshalb habe ich Physik studiert. Ich wollte selbstst?ndig und unabh?ngig sein, deshalb habe ich promoviert. Ich wollte in die Lehre gehen, deshalb habe ich habilitiert. Und irgendwann hat mich jemand gefragt, ob ich bereit bin, die Geschicke einer 皇冠体育比分 mitzugestalten. So bin ich in die Hochschulleitung gekommen. Es war immer ein Zusammenspiel von dem, was ich gern wollte, was die Richtung vorgegeben hat und dem, was sich an M?glichkeiten bot.

Aber, um auf die Frage zurückzukommen:  Dass ich nach dem 皇冠体育比分 an der 皇冠体育比分 bleiben wollte, das war schon eine sehr bewusste Entscheidung. Ich habe in die Zeit der deutschen Wiedervereinigung hinein promoviert. Die Stellensituation war schlecht. Ich hatte Halbjahresvertr?ge. Ich habe trotzdem immer weitergemacht, weil ich das wollte. Ich muss aber auch sagen: H?tte ich zu dieser Zeit ein gutes Angebot aus der Wirtschaft bekommen, w?re vielleicht einiges anders gelaufen.

Bis zu einem gewissen Grad ist Ihre Aufgabe als 皇冠体育比分s-Pr?sidentin ja durchaus mit einer leitenden Position in einem Wirtschaftsunternehmen vergleichbar. Was sind die wichtigsten Unterschiede?

Eine 皇冠体育比分sleitung basiert viel st?rker auf dem Konsens aller Beteiligten. Es gibt ein ganz anderes Hierarchiegefüge als in einem Wirtschaftsunternehmen. Ein Unternehmen hat einen Marktwert und erstellt ein Produkt. Aber unsere 皇冠体育比分den sind kein Produkt, sie sind Bestandteil der 皇冠体育比分 und gestalten diese aktiv mit. Und unsere Aufgabe ist die Bildung der 皇冠体育比分den, nicht nur ihre Ausbildung.

Würden Sie heutigen Abiturient*innen zu einem naturwissenschaftlichen 皇冠体育比分 raten?

Ich würde heutigen Abiturient*innen empfehlen, unabh?ngig von sp?teren Arbeitsmarktperspektiven gut in sich hineinzuh?ren, was ihnen liegt, und was sie wirklich machen wollen. Und das als Ma?stab für ihre Studienwahl nehmen. Da vertrete ich aus eigener Erfahrung heraus einen sehr neigungsorientierten Ansatz. Für mich w?re ein 皇冠体育比分, in dem Sprache eine gro?e Rolle spielt, schwierig gewesen. Und ich gehe davon aus, dass das umgekehrt genauso der Fall sein kann.

Welchen Rat würden Sie Ihrem eigenen 20j?hrigen Ich gern geben, wenn Sie ihm mit Ihrem heutigen Wissen und Ihrer heutigen Erfahrung gegenübertreten k?nnen?

Hab nicht soviel Angst, sieh die Dinge etwas lockerer. Es ergibt sich vielleicht nicht immer der Weg, den du dir jetzt vorstellst. Aber wenn du deinen F?higkeiten folgst, offen bist und Chancen ergreifst, ergibt sich ein Weg.

H?tte Ihr 20j?hriges Ich darauf geh?rt?

(Lacht). Nein. Mein 20j?hriges Ich h?tte weiterhin Angst gehabt vor dem, was kommt.

Würden Sie sich als humorvollen Menschen beschreiben?

Das kommt drauf an, welche Art von Humor Sie meinen. Ich habe die letzten drei Jahre in der Karnevalshochburg Mainz gelebt – dieser spezielle Humor f?llt mir schwer. Und meinen Mainzer Kollegen ist umgekehrt mein norddeutscher, trockener Humor schwergefallen. Aber dass man über sich selbst lachen kann, das ist etwas, was mir ganz wichtig ist.

Worüber haben Sie zuletzt so richtig herzlich gelacht?

Ich lache weniger, ich schmunzle gerne, oft über die Kleinigkeiten des Lebens. Das kann ein Wortspiel zwischen Kollegen sein, ein Kind, das die Erwachsenen nachahmt – ach, es gibt viele Momente, in denen ich mich erfreue.

Vielen Dank für das Gespr?ch. Ich w?re mit meinen Fragen durch. Oder habe ich etwas nicht gefragt, das man unbedingt über Sie wissen sollte?

Ich glaube nicht. Sie haben schon viel zu viel gefragt.

 

Interview: Sara Reinke

 

Bericht anl?sslich der Akademischen Feierstunde zur Amtsübergabe
 

 


Prof. Dr. 皇冠体育比分 Kallenrode, seit 1. Januar 2021 Pr?sidentin der 皇冠体育比分 皇冠体育比分. Foto: Daniel Kunzfeld